Dr. Miriam Susanna Stark, persisch-ungarisch-tschechisch-jüdische Kölnerin. Deutsch gefühlt habe ich mich nie, in die deutsche Sprache habe ich mich allerdings schwer verliebt.
Angefangen zu schreiben habe ich in der Grundschule. Mein Leben lang hat mich mein Schreiben gerettet. It kept me sane when nothing around was sane.
Schriftstellerin zu sein war aber kein Beruf, in den ich mich reingetraut hätte. Also bin ich durch die Tür gegangen, die mir von Haus aus vertraut war: Psychologie.
Was mich umtrieb: Warum verbringen Menschen so viel Zeit ihres Lebens an einem Ort, ihrem Arbeitsplatz, wenn sie dort nicht wirklich glücklich sind?
Ich studierte Wirtschaftspsychologie, um eine Antwort zu finden, und verlor dabei mein Schreiben. Nie ganz, aber immer mehr. Alles, was aus mir rauskam, war wissenschaftlich. Es verlor den Humor, die Spontanität und die Abenteuerlust der Entdeckungsreise selbst.
Also rannte ich weiter und promovierte.
Der tiefe Fall.
Kein Job.
Kein Geld.
Keine Perspektive.
Bewerben.
Tanzen.
Trinken.
Repeat.
Und dann?
Plötzlich schwanger.
Und wieder doch nicht.
Neuer Job.
Wieder schwanger.
Und wieder nicht.
Burnout mit 31.
Und danach?
Bin ich tief gefallen. Meine gesamte Haarpracht, meine Signature-Mähne, fing an auszufallen. Wie in einem schlechten Teenie-Horrorfilm. Büschelweise. Irgendwas wollte sterben. Monatelang. Bis kein Haar mehr am ganzen Körper übrig blieb.
Alopecia universalis.
Und die Schulmedizin zuckt mit den Achseln.
Dass ich es schaffen würde, mich aus diesem Tief wieder rauszukämpfen, daran hatte ich keinen Zweifel. Nur wie?
Also probierte ich alles durch: TCM, Ayurveda, Reiki, Yoga, Meditation, Somatic Experiencing, Energie- und Körperarbeit, Tamalpa, Tanz-, Kunst- und Psychotherapie, Schamanismus … Und dann war da dieses Buch, in dem ich über die vier Phasen des Menstruationszyklus las.
Warum zum Teufel kannte ich das alles nicht? Wie konnte es sein, dass ich diese essenziellen Informationen über meine zyklischen Anteile nicht kenne?
Wieso wusste ich nicht, dass es einen Anteil in mir gibt, der wild ist? Dass Progesteron will, dass ich mich in mich zurückziehe? Dass das Bluten Ruhe braucht? In was für einer beschissenen patriarchalen Truman-Show leben wir bitte?!
Ich nahm das Wissen über den Zyklus mit in meine Praxis und ließ die Frage nach der Zyklusphase still mitlaufen. Dabei lernte ich in der Tiefe der Seele über das zyklische Sein.
Und dort, in der seelischen Tiefe, tauchte ich immer tiefer in ein Meer der Erkenntnisse: glasklare wiederkehrende Muster, eindeutige psychosomatische Zusammenhänge und kleinste gemeinsame Nenner. Das alles in den schönsten individuellen Ausprägungen.
Ein Tanz zwischen Körper und Seele, den ich voller Ehrfurcht und Bewunderung zu begreifen begann.
Ich merkte, wie ich die seelische Sprache im körperlichen Symptom verstehen konnte. Sie war wie eine Fremdsprache. Ich lernte, Seele und Körper zu sprechen. Und lernte ebenfalls, wie diese beiden Welten miteinander kommunizieren.
Migräne, Mittelschmerz, PMS hoch tausend, schmerzhafte Blutung … alles machte plötzlich so viel Sinn.
Währenddessen waren da plötzlich zwei Streifen auf einem Schwangerschaftstest, den ich schon weggeworfen hatte und nur durch Zufall im Müll entdeckt habe.
Dieses Mal so richtig.
Also tatsächlich einen ganzen Menschen in sich heranwachsen zu lassen. Im eigenen Bauch, also da drinnen. Hinterm Bauchnabel. Wo man dann die ersten Tritte spürt. Irre. Und etwas Heiliges.
Aber warum bekommen Schwangere dann nicht überall freie Drinks und Snacks? Mehr Acht- und Aufmerksamkeit? Warum nur so ein olles Schild für einen Sitzplatz in der Bahn? Hallo? Ich kreiere hier gerade einen ganzen Menschen! Truman-Show-Mega-Alarm!
Und kaum jemand um mich herum verstand das. Nicht mal die Schwangeren selbst. Da ist so viel Angst und Gehorsam vor der Institution und den Göttern in Weiß.
Nie im Leben wäre ich ins Krankenhaus gegangen, nachdem ich erfahren hatte, dass eine Geburt nach 10 Stunden für den Krankenhausbetrieb unwirtschaftlich ist – und deshalb alles unternommen wird, um dann schnell einen Kaiserschnitt herbeizuführen. Wirklich? Euer Ernst? Na dann Ciao!
Also Hausgeburt. Schließlich sitzt die Information, wie wir gebären, fest in unserem Stammhirn verankert, direkt neben dem Wissen darüber, wie wir aufs Klo gehen. Wir dürfen uns halt einfach in unser Stammhirn zurückziehen.
Und dann?
Die krasseste Urgewalt.
Das intuitive Elch-Röhren, das einfach so aus mir rauskommt, nimmt den Schmerz. Bei jeder Welle. Geil.
Austreibungsphase. Himmel und Hölle lagen noch nie so nah beieinander.
Unser erstes Kind.
Gesund, rosig.
Zu Hause.
Das Landen im Muttersein hat gedauert.
Mein Innerstes fühlte sich nach außen gekehrt an.
Angst.
Verletzlichkeit.
Unsicherheit.
Wieder ein Alopecia-Schub.
Wieder eine Schicht tiefer heilen.
Mutter sein bedeutete, eine Routine darin zu entwickeln, Trigger zu spüren und sie in sich zu halten, das Trauma im Trigger zu integrieren und gleichzeitig Windeln zu wechseln und Brei zu stampfen.
Interview, Interviews und Interviews.
Und schwupps, wieder schwanger.
Wieder zu Hause geboren, wieder rosig.
Diesmal satt, genährt.
Wohligstes Wochenbett.
Family bliss.
Auch, weil Lutz und ich anfingen zu verstehen, dass wir alle verlieren, wenn wir gegeneinander kämpfen. Und weil der Kampf uralt und eigentlich gar nicht unserer ist.
Also war klar: Zyklisches Sein ist keine One-Woman-Show. Die Zyklusuhr ist kein reines Dekoelement, sondern die Basis unseres Familienlebens. Bedürfnis-Check-ins. Familienkreise. Paarzeit. Yeah.
Dann aus dem Nichts die Frage:
„Miriam, möchtest Du nicht über Deine Arbeit ein Buch schreiben?“ Boom.
Ich musste nicht denken, weil schon all das Wissen da war.
Ich durfte schreiben.
Frei.
Über das, was ich liebte.
Und es floss.
Alles hinein in „Natural Flow“.
Nebenbei sind wir kurz nach Bayern gezogen, weil die Natur halt so richtig geil ist.
Es kam mehr Erfolg.
Mehr Geld.
Mehr zu tun.
Stopp.
Zu viel.
Meine Kinder?
Das, worum es doch immer gehen sollte?
Wie konnte ich denn selbst voll drinstecken und gleichzeitig authentisch was von Freiheit, Selbstbestimmung und eigenem Rhythmus erzählen? Nope!
Ich zog die Handbremse.
Wir wollten reisen.
Der Vermieter wollte nicht, dass wir in meine Büro-Wohnung umziehen.
„90 qm sind zu klein für eine vierköpfige Familie.“
Ja, stimmt.
Vor allem, weil wir bald fünf sind.
Ups.
Meine Zervix hätte sich in Rottau am Chiemsee nie geöffnet.
Daher sind wir wieder zurück nach Köln gezogen.
Ins Nest.
Wieder zu Hause gebären.
Nicht rosig, weil im Wasser.
Und trotzdem kerngesund. Und dann?
Weihnachten.
Silvester.
Helferteam off.
Kein gutes Wochenbett.
Überlasteter Ehemann.
Zähne zusammenbeißen.
Einschulung der Ältesten. Wieder arge Truman-Show-Gefühle.
I just can’t.
Also musste eine Veränderung her.
Seit Dezember 2025 reisen wir im Camper durch die Welt.
Nicht weil Vanlife die Antwort auf alles ist.
Sondern weil es für mich keinen Sinn gemacht hat, Menschen in ihren natürlichen Rhythmus zu begleiten und meinen eigenen nicht zu leben.
Es ist eine dauerhafte Erinnerung an meine Essenz, an die meiner Beziehung, an die unserer Familie.
Jeden Tag. In der Wüste, im Wasser oder in den Bergen.
Atmen. Freiheit. Kuscheln. Windeln. Sex. Kefir & Kimchi.
Erinnern an das, worum es geht und was wirklich bleibt.
Seit 2022 bilde ich Menschen in der tiefenpsychologischen Zyklusarbeit aus. Die Qualität unserer Arbeit sichern wir als Kollektiv durch primär drei Prinzipien:
Wir glauben an den Perfect Match zwischen Coach und Coachee. Stimmt die Passung nicht, vermitteln wir konsequent weiter.
Wir reflektieren unsere Arbeit und besprechen fachliche Fragen im Kolleg*innenkreis.
In regelmäßigen Calls tauschen wir uns zu aktuellen Forschungserkenntnissen, Entwicklungen und relevanten Themen aus.
Wir arbeiten alle nach diesen Werten – und jede*r von uns auf die eigene Art. Lerne hier das Tacheles Kollektiv kennen.
Carolin öffnet Räume in Form von Frauenkreisen, Retreats und 1:1-Begleitung. Ihr Herzensanliegen ist es, Menschen dabei zu unterstützen, aus dem Hustle der patriarchal geprägten Leistungs- gesellschaft herauszufinden und sich selbst (wieder) voll und ganz zu spüren. Daher berät sie leidenschaftlich gerne Frauen, die sich ihren eigenen Bedürfnissen widmen, Blockaden auf die Spur kommen oder ihre wilde Seite entdecken möchten.
Eine frische Ostseebrise im Haar, Reisehummeln im Hintern und Sonne im Herzen, das ist Mandy Jochmann. In ihre Arbeit als Businessmentorin für zyklusorientiertes Arbeiten und Dozentin an der Tacheles Akademie fließt ihr persönlicher Zyklusflow und ihre Erfahrung als Online-Unternehmerin, der Arbeit als Kommunikationsdesignerin in und für Werbeagenturen im Bereich Onlinemarketing und als Achtsamkeitstrainerin und Laufcoachin mit ein.
Dein Alltag und Unternehmer*innen-Dasein dürfen flowiger, intuitiver und kreativer werden? Du möchtest endlich deinen Zyklus nutzen? Und das in die Welt bringen, was durch dich in die Welt kommen möchte?
Johanna öffnet und hält visionary safe spaces. Sie stellt Fragen, die etwas bewirken. Tiefgründig, empathisch, manchmal kühn und immer ganzheitlich und analytisch klar.
Andrea Pampel verbindet Zykluswissen mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der produzierenden Industrie, in Sales, Business Development und Führung. Es ist ihr IkigIkigaiet, Teams aufgebaut und geführt und kennt die Arbeitswelt aus einem stark männlich geprägten Umfeld. Frauen zu stärken, für sie einzustehen und ihre Stimmen sichtbar zu machen, ist für Andrea mehr als ein berufliches Anliegen. Es ist ihr Ikigai.
Aline öffnet Räume – für alle Menschen mit Gebärmutter geboren, die sich selbst wieder spüren möchten. Mit großer Empathie und einer liebevollen Art begleitet sie das, was sich zeigen möchte.
Als zertifizierte Holistic Life & Zyklus Coach und Wirtschaftspsychologin bietet sie 1:1-Begleitung sowie Input Sessions – für Einzelpersonen, Teams und Unternehmen. Denn Zykluswissen geht uns alle an.